Das kleine Ich bin ich
Ein kleines, buntes Tier weiß plötzlich nicht mehr, wer es ist. Es fragt viele Tiere, findet aber keines, das ihm gleicht, und kommt am Ende selbst auf die Antwort. Der gereimte Klassiker von Mira Lobe und Susi Weigel erzählt von Identität und Selbstannahme.
- Text
- Mira Lobe
- Illustration
- Susi Weigel
- Verlag
- Verlag Jungbrunnen, Wien
- Jahr
- 1972
- Seiten
- 32
- Ausgabe
- gebundenes Bilderbuch (Standardausgabe), 26 × 20 cm, mit Bastelanleitung
- ISBN
- 9783702648503
- Altersempfehlung des Verlags
- ab 3 Jahren
Darum geht’s in der Geschichte
Ein kleines, buntes Fantasietier ist zunächst zufrieden mit sich, bis ein Frosch es fragt, wer oder was es eigentlich sei. Auf der Suche nach einer Antwort fragt es verschiedene Tiere. Manche ähneln ihm ein wenig, keines ist wie es. Am Ende findet es die Antwort selbst: Es ist eben es selbst.
Unsere Einordnung
Das kleine Ich bin ich passt zu Familien, die mit ihrem Kind über die Frage „Wer bin ich?“ sprechen möchten. Mit Selbstwert ohne Leistungsdruck verbinden wir das Thema selbst; die Besprechungen sprechen eher von Identität, Selbstannahme und Dazugehören.
Der Text ist gereimt, und weil das Tier nacheinander vielen Tieren begegnet, kann man beim gemeinsamen Lesen innehalten und fragen, wem es wohl als Nächstes begegnet. Zum Gespräch passen Fragen wie „Was hat das kleine Tier an sich gemocht, bevor der Frosch gefragt hat?“, „Muss man jemandem ähnlich sein, um dazuzugehören?“ oder „Was ist an dir so, wie es nur bei dir ist?“.
Eine Besprechung beschreibt, dass das Tier unterwegs auch Zurückweisung und Spott erlebt, und rät, das Lesen mit Fragen zu begleiten; bei einem Kind, das gerade selbst ausgegrenzt wird, würden wir beim ersten Lesen dabeibleiben. Text und Bilder stammen von 1972; die Illustrationen werden als naiv-kindlich und mit Schwarz-Weiß-Seiten beschrieben. Wer eine moderne Bildsprache erwartet, sollte vorher blättern. In Kundenrezensionen beklagen viele, dass die kleine Taschenbuch-Ausgabe zum gemeinsamen Anschauen viel zu klein ist; einzelne Stimmen hielten die Schwarz-Weiß-Seiten der gebundenen Ausgabe für einen Druckfehler oder fanden den Ton der anderen Tiere zu ruppig. Achten Sie beim Bestellen deshalb auf die Ausgabe. Der Verlag empfiehlt das Buch ab drei Jahren, zwei Fachbesprechungen eher ab vier.
Beim Durchblättern, im Laden oder über die Blätterfunktion beim Verlag, kann man sich fragen, ob die Botschaft am Ende ausgesprochen oder aus der Geschichte entwickelt wird, wie das bunte Tier neben den Schwarz-Weiß-Seiten wirkt und ob der Reim beim lauten Lesen trägt.
Darüber könnt ihr sprechen
- Was hat das kleine Tier an sich gemocht, bevor der Frosch gefragt hat?
- Wie hat es sich wohl gefühlt, als die anderen Tiere sagten, es gehöre nicht zu ihnen?
- Muss man jemandem ähnlich sein, um dazuzugehören?
- Was ist an dir so, wie es nur bei dir ist?