Ich bin ein Kind und ich habe Rechte
Recht auf einen Namen, auf Schule, auf Spiel, auf Schutz und auf eine eigene Meinung: Alain Serres und Aurélia Fronty stellen eine Auswahl von Kinderrechten aus der UN-Kinderrechtskonvention in einfacher, bildhafter Sprache und kräftigen Farben vor. Ein Bilderbuch zum gemeinsamen Anschauen und Nachfragen.
- Text
- Alain Serres
- Illustration
- Aurélia Fronty
- Übersetzung
- Thomas Bodmer
- Verlag
- NordSüd Verlag
- Jahr
- 2013
- Seiten
- 48
- Ausgabe
- Hardcover, 11. Auflage 2026
- ISBN
- 9783314101748
- Altersempfehlung des Verlags
- ab 4 Jahren
Darum geht’s in der Geschichte
Ein Kind stellt sich vor – mit Augen, Händen, Stimme, Herz und eigenen Rechten. Danach geht das Buch eine Auswahl von Kinderrechten aus der UN-Kinderrechtskonvention durch, etwa das Recht auf einen Namen, auf Bildung, auf Schutz vor Gewalt, auf eine eigene Meinung, auf Spiel und auf Frieden.
Unsere Einordnung
Ich bin ein Kind und ich habe Rechte passt zu Familien und Kitas, die mit Kindern ab etwa vier Jahren zum ersten Mal über Kinderrechte sprechen möchten, etwa rund um den Weltkindertag oder wenn ein Kind fragt, was es eigentlich darf. Eine fortlaufende Geschichte gibt es nicht; nach einer Besprechung von 2015 steht je Doppelseite ein Recht. Darum lässt es sich gut in Etappen anschauen: eine Seite, ein Gespräch, beim nächsten Mal weiter. Zum Beispiel: „Wer hat deinen Namen ausgesucht?“, „Wo durftest du heute mitentscheiden – und wo nicht?“ oder „Gilt das Recht zu spielen auch für Kinder, die weit weg wohnen?“
Besprechungen zufolge berühren einige Seiten Gewalt und Krieg. Eine Kita-Fachbesprechung kritisiert, dass das Bild zum Schutz vor Gewalt ein wolfsähnliches Tier zeigt, obwohl Gewalt gegen Kinder meist von Erwachsenen ausgeht. Eine andere Besprechung weist darauf hin, dass manche Rechte eher ein Ziel beschreiben als den Alltag vieler Kinder; auf die Frage „Warum haben nicht alle Kinder das?“ sollte man eine ehrliche Antwort parat haben. Die Besprechungen stammen aus den Jahren 2015 bis etwa 2022 und beziehen sich auf frühere Auflagen; aktuell ist die 11. Auflage von 2026. Der Verlag empfiehlt das Buch ab vier Jahren, ein Kita-Portal ordnet es für Drei- bis Sechsjährige ein. Kundenrezensionen loben meist Bilder und einfache Sprache; drei Stimmen finden den Text eher knapp oder aufzählend. Eine Stimme von 2026 meint, die Bilder seien gegenüber früher heller und einfacher.
Beim Durchblättern im Laden oder in der Leseprobe lohnen zwei Fragen: Zeigt das Bild eine Situation, über die man ins Gespräch kommen kann, oder wird das Recht nur ausgesprochen? Und wie ist die Seite zum Schutz vor Gewalt gestaltet: Wer ist dort groß, wer klein?
Darüber könnt ihr sprechen
- Welches Recht findest du am wichtigsten? Warum?
- Gilt das Recht für alle Kinder auf der Welt – auch für Kinder, die weit weg wohnen?
- Wo hast du schon erlebt, dass deine Meinung gefragt war? Und wo nicht?
- Wer hilft Kindern, wenn ihre Rechte nicht eingehalten werden?
- Gibt es Rechte, die du dir noch wünschen würdest?