Winter-Wimmelbuch
Ein Bilderbuch ohne Worte: Hier erzählen Sie selbst, in der Sprache, die in Ihrer Familie gesprochen wird. Im winterlichen Wimmlingen gibt es auf jeder Seite kleine Geschichten zu verfolgen.
- Bilder
- Rotraut Susanne Berner
- Verlag
- Gerstenberg Verlag, Hildesheim
- Jahr
- 2003
- Seiten
- 16
- Ausgabe
- großes Pappbilderbuch, 32,5 × 25 cm, 5. Auflage 2024
- ISBN
- 9783836962605
- Altersempfehlung des Verlags
- 2 bis 6 Jahre
Darum geht’s in der Geschichte
Ohne ein einziges Wort zeigt das Buch den Winter in Wimmlingen, an Orten wie Bahnhof, Markt und Park. Von Bild zu Bild laufen kleine Geschichten weiter, etwa die einer Frau und ihres Busses oder die Suche nach einem Papagei. Besprechungen zufolge führen die Seiten auf Weihnachten zu und enden in einer Schneelandschaft; viele Figuren tauchen in den anderen Jahreszeiten-Bänden wieder auf.
Unsere Einordnung
Das Winter-Wimmelbuch passt zu Familien, die zusammen ein Buch anschauen möchten, ohne einen Text flüssig vorlesen zu müssen, auch zu Familien, die lieber in einer anderen Sprache als Deutsch erzählen. Es hat keinen Text, dafür sieben große Bilder.
Man entscheidet beim Anschauen selbst, welcher Figur man folgt und wie ausführlich man erzählt. Als Einstieg passen offene Fragen wie „Wo ist die Frau mit dem Bus jetzt?“, „Wer sucht den Papagei?“ oder einfach „Was passiert hier?“, wobei man die Antwort des Kindes aufgreift und ein Stück weitererzählt. Viele Figuren tauchen laut Besprechungen in den anderen Jahreszeiten-Bänden wieder auf, sodass sich manche Geschichten vielleicht auch über mehrere Bücher verfolgen lassen.
Eine klare Grenze ist der Weihnachtsbezug: Besprechungen zufolge geht es auf Weihnachten zu, mit Nikolaus und Tannenbaumkauf; wer das Fest nicht in den Mittelpunkt stellen möchte, sollte vorher blättern. Auch der Bildstil ist Geschmackssache; eine Zeitungskritik fand ihn etwas nostalgisch, eine andere Besprechung merkt an, dass man die Figuren eher an der Kleidung als am Gesicht unterscheidet. Das Buch ist ein Angebot, gemeinsam zu erzählen.
Beim Durchblättern im Laden kann man sich fragen, ob sich einzelne Figuren über alle Seiten verfolgen lassen, ob die vollen Bilder für das eigene Kind überschaubar sind und auf wie vielen Seiten Weihnachten vorkommt.
Darüber könnt ihr sprechen
- Eine Figur verfolgen: „Wo ist die Frau, die den Bus verpasst? Und jetzt? Kriegt sie ihn diesmal?“ Seite für Seite weiterblättern und gemeinsam erzählen, was passiert.
- Den Papagei suchen: „Wo steckt der Papagei? Wer sucht ihn?“
- Fragen statt erzählen: „Was machen die Leute auf dem Markt?“ „Was glaubst du, wohin wollen die Leute am Bahnhof?“ Die Antwort des Kindes aufgreifen und ein Stück weitererzählen.
- Eigene Namen und Stimmen: Figuren selbst benennen oder ihnen in der Familiensprache Sätze geben.
- Wörter in zwei Sprachen: Dinge zeigen lassen und benennen, auf Wunsch abwechselnd in zwei Sprachen.
- Figurenübersicht nutzen: Eine Besprechung nennt eine Übersicht der Bewohner auf der Rückseite; eine Figur auswählen und auf allen Seiten suchen.