Kita-Eingewöhnung: Wenn der Abschied am Morgen schwerfällt.
Euer Kind kommt bald in die Kita oder weint jeden Morgen an der Tür? Hier lest ihr, was Fachleute für den Abschied raten, und findet drei Bilderbücher für den Kita-Start.
Vier Dinge, die den Abschied leichter machen
Wann und wie ihr euch zum ersten Mal trennt, sprecht ihr mit der Kita ab. Jedes Kind hat dabei sein eigenes Tempo.
Vorher üben
Probiert kleine Trennungen schon vor dem ersten Kita-Tag aus, zum Beispiel bei vertrauten Menschen.
Etwas von zu Hause
Ein Kuscheltier oder ein Tuch, das nach zu Hause riecht, kann eurem Kind helfen, sich selbst zu beruhigen.
Kurz und klar
Sagt Tschüss und wann ihr wiederkommt, etwa: „Ich hole dich nach dem Mittagessen ab.“ Ein kurzer Abschied trägt besser als langes Hin und Her.
Jeden Morgen gleich
Ein festes Ritual gibt Halt, zum Beispiel: Jacke aufhängen, Hausschuhe an, einmal winken.
Ein gutes Zeichen: Euer Kind lässt sich von einer Fachkraft trösten und findet wieder ins Spiel.
Warum der Abschied so schwer sein kann
Für kleine Kinder sind vertraute Erwachsene eine sichere Basis: Von dort aus erkunden sie die Welt, und dorthin kehren sie zurück, wenn etwas fremd ist. Trennen sie sich, zeigen Kinder Stress. Tränen beim Abschied können deshalb dazugehören.
Fachleute zählen den Start in den Kindergarten zu den Phasen, in denen Kinder verletzlicher sind. Gelingt er, erleben sie: Veränderungen sind zu schaffen.
Drei Bilderbücher für den Kita-Start
Ein Buch ist kein Trick für den Abschied an der Tür. Zu Hause in Ruhe angeschaut, gibt es Anlässe, über die Kita zu sprechen.
Mein Kindergarten
Klappen-Sachbuch: was Kinder in der Kita erwartet. Gut zum Anschauen vor und nach dem Start.
Buch ansehen →Komm, wir zeigen dir unsere Kita
Großes Wimmelbuch über einen Kita-Tag, vom Ankommen bis zum Spielplatz.
Buch ansehen →Die kleine Eule kommt in den Kindergarten
Die kleine Eule will am ersten Tag lieber zu Hause bleiben. Für Kinder, die morgens noch nicht loswollen.
Buch ansehen →Häufige Fragen zur Eingewöhnung
Wie lange dauert die Eingewöhnung?
Das ist verschieden: zehn Tage oder auch vier Wochen, je nach Kind und Kita auch länger. Viele Kitas arbeiten nach dem Berliner oder dem Münchener Modell.
Mein Kind weint jeden Morgen. Ist das schlimm?
Tränen zeigen, was euer Kind gerade fühlt. Wichtiger ist, ob es danach Kontakt zur Fachkraft aufnimmt und sich trösten lässt.
Nach dem Urlaub geht es wieder los. Warum?
Nach längeren Pausen durch Krankheit oder Urlaub kommen Rückfälle vor. Oft hilft es, mit kürzeren Zeiten neu anzufangen. Sprecht das mit der Kita ab.
Wann holen wir uns Rat?
Wenn euer Kind sich über längere Zeit kaum beruhigen lässt oder ihr euch Sorgen macht, sprecht zeitnah mit den Fachkräften der Kita. Gemeinsam könnt ihr überlegen, was euer Kind braucht. Auch eine Erziehungsberatungsstelle kann weiterhelfen.
Quellen
Fachliteratur und Elterninformationen (6 Angaben)
- Familienhandbuch des Staatsinstituts für Frühpädagogik und Medienkompetenz (IFP): Eingewöhnung in Krippe und Kita – was Eltern und Fachkräfte gemeinsam tragen. Kita-Zentrale-Redaktion, eingestellt am 31.07.2026. familienhandbuch.de
- Familienhandbuch des IFP: Kita-Eingewöhnung: Warum Kinder Zeit für einen guten Start brauchen. Interview mit Nicole Lustig (Evangelischer Kita-Verband Bayern), epd, eingestellt am 19.09.2025. familienhandbuch.de
- elternbriefe du + wir: Die ersten Tage in der Krippe. Elternbrief 10. elternbriefe.de
- elternbriefe du + wir: Eingewöhnung Kita. Thema des Monats, März 2019. elternbriefe.de
- Glüer, M. (2026): Bindung in der Kindheit. Grundlagen und Förderprogramme. München: Ernst Reinhardt (utb), S. 21 und 28–29.
- Fröhlich-Gildhoff, K. & Rönnau-Böse, M. (2024): Resilienz. 7. Auflage. München: Ernst Reinhardt (utb), S. 26.
Gut vorbereitet in den Kita-Start.
Alle Bücher zum Thema Kindergarten findet ihr auf einer Seite.