Das alles ist Familie
Lars findet ein Päckchen „An Familie“ und klingelt mit Lina bei allen Nachbarn. Dabei lernt er Regenbogen-, Patchwork-, Adoptiv- und Großfamilien kennen und fragt sich, was Familie eigentlich ausmacht.
Worum geht es?
Lars kommt mit seiner Mama vom Einkaufen und findet vor dem Haus ein Päckchen. „An Familie“ steht darauf, der Rest ist vom Regen verschmiert. Mit Lina von nebenan klingelt er bei allen Nachbarn. Laut der AJuM-Besprechung sind das unter anderem Sarah und ihre zwei Mütter, Pauls Patchworkfamilie, eine Familie, deren Mitglieder in vier Ländern geboren sind, eine Großfamilie mit sieben Kindern und Großeltern und eine Adoptivfamilie. Besprechungen zufolge lebt Lars nach der Trennung seiner Eltern allein mit seiner Mama und glaubt anfangs, sie seien keine Familie mehr. Unterwegs fragt er sich, was Familie eigentlich ausmacht.
Passt das zu euch?
Das alles ist Familie zeigt viele Familienformen nebeneinander. Die Fachdatenbank AJuM lobt, dass das Buch keine enge Antwort vorgibt und die Kinder ihren eigenen Familienbegriff finden lässt. Laut Kundenrezensionen gehört zu den Familien auch ein Vater, der nach dem Tod seiner Frau mit seiner Tochter allein lebt. Besonders bei eigener Verlusterfahrung kann es sinnvoll sein, die betreffende Passage vor dem gemeinsamen Lesen anzusehen.
Darüber könnt ihr sprechen
- Wem könnte das Päckchen gehören, was meinst du?
- Welche Familien lernen Lars und Lina in ihrer Straße kennen?
- Warum glaubt Lars am Anfang, er und seine Mama seien keine Familie mehr?
- Was macht für Lars und Lina am Ende eine Familie aus?
- Was könnte in dem Päckchen sein?
- Wenn du magst: Wer gehört für dich zu deiner Familie?
Lasst euer Kind zeigen und erzählen. Greift seine Antwort auf und sagt sie in einem ganzen Satz zurück. Falsche Antworten gibt es nicht, und euer Kind muss nicht antworten. So nutzt ihr die Fragen →
Gut zu wissen
In Kundenrezensionen ist das Echo überwiegend sehr gut, die Kritik aber deutlich. Unter 97 Kundenrezensionen bemängeln neun, dass Lars bei fast jeder Familie zuerst zweifelt, ob sie eine Familie ist; fünf stören sich an seiner Frage an das Mädchen mit zwei Müttern. Mindestens drei andere loben gerade die kindnahen Dialoge. Sechs halten die Stelle zur Adoption für einseitig, zwei vermissen Pflegefamilien. Sechs finden den Text lang, sieben manche Familien konstruiert.
Der Verlag empfiehlt das Buch ab vier Jahren, Stiftung Lesen nennt drei bis sieben. Eine Kundenrezension nennt es für Kindergartenkinder sehr erklärungsbedürftig. Ein Blick vorab auf Lars’ wiederholte Zweifel an den verschiedenen Familienformen kann hilfreich sein: Manche dieser Fragen könnten beim Vorlesen Erklärung brauchen.
Fragen für den Blick ins Buch: Wie wirkt das Ende auf euch?
Buchdaten
- Text
- Michael Engler
- Illustration
- Julianna Swaney
- Verlag
- arsEdition
- Jahr
- 2021
- Seiten
- 32
- Ausgabe
- Hardcover, 22,2 × 28,8 cm
- ISBN
- 9783845837062
- Altersempfehlung des Verlags
- ab 4 Jahren